May 14

Bereits am Mittwoch, 14. Mai 2003 legte eine Delegation des Vereins "Historische Mittel-Thurgau-Bahn" anlässlich einer Begehung des Remisenareals zusammen nit Vertretern der SBB, des kantonalen Amtes für Denkmalpflege und der Gemeinde Romanshorn den Grundstein für die Gründung des heutigen "LOCORAMA".

Das "TAGBLATT" berichtete ausführlich über dieses Treffen und den Gedanken einer "Dampflok-Erlebniswelt". Den betreffenden Beitrag geben wir nachstehend auszugsweise wieder:

Altbahnhof Romanshorn wieder beleben


doris burkhardt rohrer

«Eine sehr begrüssenswerte Idee», verspricht sich der Romanshorner Gemeindeammann Max Brunner einen weiteren «kulturellen und touristischen Impuls für die ganze Region».

Initianten des Vereins «Historische Mittel-Thurgau-Bahn» schwebt vor, das alte Bahnhofgelände mit zahlreichen historisch bedeutsamen Anlagen und Elementen einer neuen Nutzung als Dampflokmuseum zuzuführen. «Dieses Projekt ist für uns aber eine Schuhnummer zu gross, um es allein durchzuziehen», wie Vereinspräsident Jürg Schumacher sagt. Man versuche deshalb, «eine möglichst breite Trägerschaft zu gewinnen» - so unter anderem den Kanton Thurgau, die Gemeinde Romanshorn, Thurgau Tourismus, die Regionalplanungsgruppe Oberthurgau und den in Sulgen domizilierten Verein Eurovapor.


Erhaltenswerte Anlagen

Der Fortschritt hat in Romanshorn in den vergangenen Jahren markant Einzug gehalten: Zahlreiche Elemente des Eisenbahnknotenpunkts sind durch die zügige Rundum-Erneuerung des Bahnhofs überflüssig geworden und in ihrer Existenz bedroht: Dazu gehört auch das gut 3000 m2 grosse Areal innerhalb des Gleisdreiecks Romanshorn mit einer grossen Lokremise, einer 20-Meter-Drehscheibe und mit bahnhistorisch bedeutenden Anlagen im Umfeld wie das inzwischen stillgelegte Stellwerk oder die mit einer grösseren Anzahl Flügelsignalen bestückte Signalbrücke. «Sie alle stehen noch, sind aber Stück um Stück ihrer Seele beraubt worden», wie es der 59-jährige Moritz Gesell vom SBB-Fahrdienst Romanshorn beschreibt. Für die Initianten dieses Projekts stellt Romanshorn ein «besonders idealer Standort dar mit optimaler Anbindung an den öffentlichen Verkehr». Tatsache ist, dass die alte Lokremise zurzeit bloss noch als Unterstand für rangierende Loks und als Tankstelle benutzt wird und gerade noch fünf Geleise die Zufahrt dazu garantieren. Ein Grossteil der Gleisanlagen ist inzwischen abgebrochen oder unterbrochen worden, oder in einem denkbar schlechten Zustand. Dennoch: Der Zug ist noch nicht abgefahren: «Jetzt geht es darum, bestehende Anlagen als wichtiges Zeugnis der Eisenbahngeschichte Romanshorns zu erhalten, bevor alles abgebaut ist», sagt Beatrice Sendner vom kantonalen Amt für Denkmalpflege.


Planungssicherheit schaffen

Hand für eine Planungssicherheit bieten wollen auch die SBB als Besitzer der Anlagen, wie Otto Rotach vom Bereich Immobilien, St. Gallen, erklärt. Dass es auch dem Kanton nicht gleichgültig ist, was mit dem älteren Bahnhofareal in Romanshorn geschieht, hat er Ende April bewiesen: Er hat einen von den SBB geplanten Abbruch der Signalbrücke durch eine Schutzverfügung gestoppt. «Romanshorn ist im Thurgau neben Etzwilen das wichtigste Bahnhofgelände mit Denkmalcharakter», erinnert Sendner. Damit sollte Zeit gewonnen werden, um mit den SBB über einen Erhalt der Anlage zu verhandeln.

Posted by JS

Last modified on 2008-04-07 08:44
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